Assistenzhund im Einsatz: Hilfreiche Bekleidung im Shop

Assistenzhund im Einsatz: Hilfreiche Bekleidung im Shop

Assistenzhund im Einsatz: Warum Abstand Respekt bedeutet und warum wir dafür Kleidung gemacht haben

Wir lieben Hunde. So richtig. Und genau deshalb sagen wir es auch ganz klar:

Ein Assistenzhund im Einsatz ist kein Kuscheltier. Kein „Darf ich mal kurz?“ und kein „Der schaut mich so süß an.“

Wenn ein Assistenzhund arbeitet, geht es nicht um nett. Es geht um Sicherheit. Um Orientierung. Um medizinische Warnung. Um Alltag, der sonst nicht so einfach möglich wäre.

Und ja. Wir kennen diese Situationen. Fremde Hände kommen plötzlich von der Seite. Leute reden den Hund an. Einer pfeift. Einer beugt sich runter. Alles gut gemeint. Aber genau das kann den Hund ablenken. Und Ablenkung kann im schlimmsten Fall richtig Folgen haben.

Was ein Assistenzhund wirklich macht

Assistenzhunde werden gezielt ausgebildet, um Menschen mit Behinderung im Alltag zu unterstützen. Je nach Team und Bedarf kann das sehr unterschiedlich aussehen.

  • Blindenführhunde helfen bei Orientierung und sicherer Fortbewegung.
  • Mobilitätsassistenzhunde unterstützen bei Handgriffen wie Türen öffnen oder Dinge aufheben.
  • Signal- und Warnhunde können auf Geräusche oder medizinische Veränderungen reagieren.
  • Autismusbegleithunde können in Stresssituationen Sicherheit geben und Strukturen unterstützen.

In Deutschland sind Zutrittsrechte und Standards über das Behindertengleichstellungsrecht und die Assistenzhundeverordnung geregelt. Offizielle Infos dazu findest du hier: BMAS: Fragen und Antworten zur Assistenzhundeverordnung.

Zahlen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Bei Zahlen ist wichtig: Nicht jedes Land zählt gleich. Und nicht jede Statistik meint exakt dasselbe (anerkannt, zertifiziert, aktiv im Einsatz, Träger-spezifische Bestände). Trotzdem helfen die Daten, ein Gefühl für die Dimension zu bekommen.

  • Deutschland: Bis April 2025 wurden bundesweit 1.668 Assistenzhunde nach den §§ 21 bis 23 AHundV anerkannt. Quelle: Deutscher Bundestag, Drucksache 21/2198 (PDF).

  • Österreich: In einem Beitrag mit Verweis auf das Messerli Forschungsinstitut (Vetmeduni Wien) werden 443 staatlich zertifizierte Assistenzhunde im Einsatz genannt (Stand 12.08.2024). Quelle: KAGes Magazin „G’sund“ 12/2024 (PDF) (Faktenbox „Helfende Pfoten“).

  • Schweiz: Eine große Ausbildungsinstitution, die Schweizerische Schule für Blindenführhunde, veröffentlicht konkrete Bestandszahlen. Für 2024 werden u.a. 139 Blindenführhunde, 21 Assistenzhunde und 26 Autismusbegleithunde bei Hundehaltenden genannt. Quelle: Blindenhundeschule Liestal: Zahlen und Fakten.

Zur Finanzierung in der Schweiz gibt es klare IV-Regelungen und Pauschalen für bestimmte Assistenzhundearten ab 01.01.2024.
Quelle: IV-Rundschreiben Nr. 433 (PDF) und die zugehörigen Anpassungen der Hilfsmittelregelung: Änderungsdokument (PDF).

Warum es gerade in Deutschland hakt

Die Assistenzhundeverordnung sollte eigentlich Klarheit bringen. In der Praxis gibt es aber seit 2024 eine echte Blockade bei der Zulassung von Ausbildungsstätten.

Laut Bundesregierung hat die bisherige fachliche Stelle im April 2024 ihre Akkreditierung bei der DAkkS zurückgegeben. Seitdem können keine Ausbildungsstätten mehr zugelassen werden. Das trifft viele Teams, die mitten in Ausbildung oder Anerkennungsprozessen stecken. 

Und selbst dort, wo Förderung möglich wäre, entsteht ein Problem-Kreislauf. In einem Modellvorhaben kann die Zertifizierung gefördert werden.
Nur: Wenn faktisch nicht zertifiziert werden kann, werden auch keine Mittel abgerufen.
Quellen: Bundestag, Drucksache 21/2198 (PDF).

Aktuelle Infos und Übergangsansätze findest du auch direkt beim BMAS: BMAS: Assistenzhunde.

Warum eine Assistenzhund Kennzeichnung so wichtig ist

Ganz praktisch: Die Kennzeichnung schützt das Team.

  • Sie schafft Distanz, ohne dass du jedes Mal diskutieren musst.
  • Sie verhindert Missverständnisse („Ist doch nur ein Hund“).
  • Sie reduziert ungefragtes Ansprechen und Anfassen.
  • Sie macht sichtbar: Hier läuft ein Hilfsmittel mit Herz und Hirn. Und mit Verantwortung.

In Deutschland gibt es für bestimmte Konstellationen Ausweis- und Kennzeichnungsregeln.
Offizielle Infos dazu: BMAS FAQ.
Ergänzend (Beispiel Bayern): ZBFS Bayern: Assistenzhundeverordnung.

Was wir bei Pressure Clothing beobachtet haben

Viele Motive rund um Assistenzhunde sind nett gemeint. Aber oft nicht wirksam im Alltag. Zu klein. Zu verspielt. Zu unklar.

Wir haben deshalb eine Kollektion gebaut, die zwei Dinge zusammenbringt:

  • Signalwirkung. Damit Menschen auf Abstand bleiben.
  • Alltagstauglichkeit. Damit du sie wirklich gern trägst.

Unsere Assistenzhund-Kollektion

Hier findest du die komplette Kollektion:
Pressure Clothing: Assistenzhund-Kollektion.

Ein paar direkte Links, wenn du schnell schauen willst:

Assistenzhund im Einsatz: Do’s und Don’ts

  • Bitte nicht anfassen.
  • Bitte nicht ansprechen.
  • Bitte nicht anstarren oder mit Geräuschen locken.
  • Bitte Abstand halten, auch wenn der Hund freundlich wirkt.
  • Wenn du helfen willst: Frag die Person. Nicht den Hund.

FAQ

Darf ich den Assistenzhund kurz streicheln, wenn er ruhig ist?

Bitte nur, wenn die Person ausdrücklich zustimmt. Und am besten nur, wenn der Hund gerade klar erkennbar Pause hat. Im Einsatz gilt: nicht anfassen.

Warum ist Ablenkung so schlimm?

Weil der Hund eine Aufgabe hat. Je nach Team kann es um Orientierung oder um medizinische Warnzeichen gehen. Ein Moment Ablenkung kann bedeuten, dass ein Signal zu spät kommt.

Warum braucht es Kleidung, wenn der Hund doch eine Kenndecke hat?

Weil Menschen nicht immer hinschauen. Und weil die Botschaft manchmal doppelt stehen muss, damit sie ankommt. Kleidung hilft, Situationen früher zu entschärfen.

Warum gibt es in Deutschland gerade so viele Probleme rund um Anerkennung und Ausbildung?

Weil die Zulassung von Ausbildungsstätten an akkreditierte Stellen gebunden ist. Und weil diese Struktur seit 2024 nicht stabil funktioniert. Details stehen in der Bundestagsdrucksache und in den BMAS-Infos (Links oben im Text).

Zum Schluss

Wir wollen keine Diskussionen im Supermarkt. Keine genervten Blicke. Und keine Hände, die ungefragt kommen.

Wir wollen Respekt. Für die Menschen. Und für die Hunde, die jeden Tag einen Job machen, den man nicht „mal eben“ macht.

Wenn du mit Assistenzhund unterwegs bist oder gerade in Ausbildung bist, schau dir unsere Kollektion an: Assistenzhund-Kollektion

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